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Welche Spiele bewertet die ASK?

Die ASK-Kommission bewertet nur münzbetätigte elektronische Bildschirmspielgeräte, die gewerblich aufgestellt werden.

Ein elektronisches Bildschirmgerät im Sinne des Gesetzes setzt voraus, dass ein mit Spielinhalten programmierter Datenträger vorliegt und die Spielhandlung auf einem Bildschirm abgebildet wird. Internetzugangsmöglichkeiten fallen nicht in den Zuständigkeitsbereich der ASK-Kommission, denn sie sind nicht durch das Jugendschutzgesetz (JuSchG) erfasst, sondern unterliegen den Regelungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV).

Zum Produktsegment „Bildschirmspielgeräte“ gehören sowohl Geräte, in die ein oder mehrere Spiele fest installiert sind sowie Geräte mit Spielesammlungen, z.B. auf Festplatte oder CD-Rom.

Wenn Spielesammlungen Spiele enthalten, die für verschiedene Altersgruppen geeignet sind, so ist letztlich das Spiel mit der höchsten Altersstufe für die gesamte Spielesammlung entscheidend.

Wenn Bildschirmspielgeräte Spielesammlungen enthalten, bei denen Teile dauerhaft gesperrt werden können, so erfolgt für jede Version eine getrennte Prüfung.

Jedes Spielgerät erhält eine Plakette auf dem Gerät, die angibt, für welche Altersstufe das Gerät geeignet ist. Bei Spielesammlungen wird die Altersgruppe, für die das Spielgerät freigeschaltet ist, bei einigen Herstellern freiwillig zusätzlich durch eine Anzeige im Bildschirm erkennbar gemacht. Diese Anzeige ersetzt nicht die Plakette am Gerät.

Ein sogenannter „Verhaltenskodex“, der am 24. Februar 1997 eine Selbstzertifizierung ermöglichte, ist zeitgleich mit dem Inkrafttreten des neuen Jugendschutzgesetzes (JuSchG) am 1. April 2003 außer Kraft getreten.